2017-05-08

Funkenerosion

Ein moderner Zerspanungsbetrieb verfügt über mehrere Drahterodiermaschinen, die automatisch im 24 Stunden Betrieb durcharbeiten können. Damit sind optimale Voraussetzungen in Bezug auf Präzision und Maßhaltigkeit gegeben. Nur wer die Möglichkeiten der CNC-gesteuerten Drahterosion kennt, kann sie in der zerspanenden Fertigung sinnvoll einsetzen.
Erodiertes Bauteil Mit Drahterosion lassen sich fast alle elektrisch leitfähigen Materialen selbst in sehr dicker Materialstärke bearbeiten. Auch bei großer Materialdicke wird durch den kleinen Durchmesser des Schneiddrahts eine extrem geringe Schnittbreite und zugleich eine sehr präzise Bearbeitung von Ecken und Kanten möglich. Die durch Erodieren bearbeiteten Werkstücke sind scharfkantig und erfüllen zugleich höchste Ansprüche in Bezug auf die optische Qualität der Oberfläche und die Genauigkeit der Form. Voraussetzung für die praktische Einhaltung der theoretisch möglichen Qualität ist allerdings eine große und klimatisierte Werkhalle.
Mit modernen Drahterodiermaschinen kann in 4 Achsen erodiert werden, und es können konische Schnitte ausgeführt werden. Die Werkstücke sind dann bis auf den tausendstel Millimeter genau, die Oberflächengüten liegen bei etwa 0,1 bis 1,6. Auch Werkzeugteile mit komplexer Mehrachse können hergestellt werden, und es läßt sich um Ecken hinterschneiden.
Besonders hervorzuheben ist die Möglichkeit, Oberflächenstrukturen mit beliebiger Rauheit bei zugleich und gratfreien Schnittkanten herstellen.
Vorteile:
Der besondere Vorteil gegenüber anderen zerspanenden Bearbeitungsmethoden ist die Unabhängigkeit von der physischen Beschaffenheit des Werkstoffs ohne Rücksicht auf die Härte des Materials. Die Werkstücke können auch sehr filigran oder klein sein, weil keine mechanischen Bearbeitungskräfte auf das Bauteil einwirken.
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